HO Semmering-Bahn

Achtung! Die Semmering-Bahn ist zur Zeit eingelagert, um Platz für neue Bauprojekte des Modellbauteams zu schaffen.

 

FREUDE AM FAHREN

Das Weltkulturerbe österreichische Semmeringbahn im Maßstab 1:87 (H0) ins Modell umzusetzen, sollte das große Finale der Hartmut Groll’schen Modellbauaktivitäten werden. Der Kopf des bekannten Modellbauteams Köln geht auf die 75 zu und will künftig etwas kürzer treten. Die Anlagendimensionen von rund 5 x 11 Metern in Form eines großen C waren durch den Bauraum festgelegt.

In Sachen Landschaftsgestaltung wurden bewährte Wege verlassen und neue Methoden probiert: Es sollte der Übergang vom Herbst in den Winter dargestellt werden. In den höher gelegenen Regionen der Anlage bedeckt also die weiße Pracht Boden und Bäume. Die unteren Regionen zeigen entlaubte, herbstliche Bäume und winterliche Lärchen.

In H0 ist die Semmeringbahn auf der zur Verfügung stehenden Fläche natürlich nur mit Einschränkungen zu verwirklichen. So ist Breitenstein der einzige auf der Anlage dargestellte Bahnhof und einige Tunnel und Streckenabschnitte sind verkürzt dargestellt sowie einige Viadukte etwas stärker im Bogen liegend als das Original. Um einen abwechslungsreichen Zugbetrieb zu ermöglichen, war ein ausreichend großer Betriebsbahnhof hinter den Kulissen unabdingbar. Auf dessen sieben Gleisen können – je nach Länge der jeweiligen Zuggarnitur – auch mehrere Züge hintereinander abgestellt werden.

Wie bei der Semmeringbahn des Vorbilds sind auch im Modell die Steigungen ziemlich ausgeprägt. Kaum ein Gleisabschnitt der freien Strecke liegt in der Waagerechten, auch nicht auf den Viadukten. Im Vorbild verschwindet die Strecke nach dem Unteren-Adlitzgraben-Viadukt auf einer Länge von 145 Metern in einem Tunnel. Auf der Anlage bildet diese Stelle quasi das Ende. Um die Strecke im Modell auf die Höhe des Bahnhof Breitenstein zurückzuführen, ist eine dreietagige Wendel eingebaut, die rund einen Meter Höhenunterschied ausgleicht. Zusätzlich kann diese Wendel auf der oberen und unteren Ebene umfahren werden. Das ermöglicht das Wenden von Zügen, ohne mit der Hand eingreifen zu müssen.

Die transportable Anlage besteht aus verschieden großen Einzelsegmenten, von denen in der Regel drei hintereinander und in der Höhe gestaffelt aufgebaut werden. Das erlaubte geringere Bauhöhen der Einzelsegmente, was beim Transport sehr wichtig ist. Wenn es auf Reisen geht, sind dennoch zwei 7,5-t-LKW nötig.

Die ausgedehnten Waldflächen bestehen aus gut 8000 aus Bausätzen gefertigten Bäumen. Sämtliche Bahnbauten und sehr markante Gebäude wie das Eisenbahner-Erholungsheim oberhalb des Bahnhofes Breitenstein entsprechen exakt dem Original und wurden nach Zeichnungen und bemaßten Fotos hergestellt. Angrenzende Wohnbauten dagegen sind angepasste und entsprechend kombinierte handelsübliche Bausätze.

Gesteuert wird der Betriebsablauf mit einem PC-System der Firma Gahler und Ringsmeier.
(Text MKL)

 

Literatur Tipp: